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Bah, Mouctar

… ist Mitbegründer der Initiative in Gedenken an Oury Jalloh, die sich unmittelbar nach dem Brandtod Oury Jallohs in der Gewahrsamszelle Nr. 5 des Polizeireviers Dessau-Roßlau am 7. Januar 2005 zusammengefunden hat. Die Initiative organisiert jährlich am 7. Januar die Gedenkdemonstration in Dessau und ist bundesweit und international mit Betroffenen-Initiativen vernetzt. Mouctar setzt sich seitdem für die Aufklärung des Mordes an Oury Jalloh und gegen institutionellen Rassismus ein, denn seit Ermittlungsbeginn versucht die Staatsanwaltschaft Dessau nachzuweisen, dass Oury Jalloh sich selbst angezündet haben soll. Die Ermittlungen werden bis heute gezielt verschleppt und manipuliert. So muss die Initiative durch eigene gutachterliche Untersuchungen die Ermittlungen begleiten. Polizeigewalt wird durch die Politik und staatliche Ermittlungsorgane gedeckt. Die Initiative versucht durch politische Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit mehr Aufmerksamkeit für den Fall und institutionellen Rassismus herzustellen. Zur Aufklärung der Umstände seines Todes hat sich 2018 eine Internationale Unabhängige Kommission in Berlin zusammengefunden (© Foto: Mouctar Bah).

Im Verlag Yılmaz-Günay erscheint Mouctar Bah als Protagonist in:
ca. November 2020: «Zusammen haben wir eine Chance» (DVD des 2018 uraufgeführten gleichnamigen Dokumentarfilms von Nadiye ÜnsalTijana Vukmirović und Zerrin Güneş).

Andere Veröffentlichungen (Auswahl):
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Painemal, Llanquiray

… ist Mapuche mit einem chilenischen Pass und lebt in Berlin. Sie ist in einer Mapuche Comunidad (Gemeinde) und in einer politisch aktiven Familie aufgewachsen und sozialisiert. Sie war sehr früh politisch aktiv – sowohl gegen die Pinochet-Diktatur als auch für das Recht auf Selbstbestimmung der Mapuche. Aufgrund dessen musste sie 1987 ins Exil gehen. In Berlin war sie zuerst bei Solatina aktiv – einer Gruppe von illegalisierten Migrannt_innen – dann in der Plataforma der Refugees und Migrant_innen. Im Lauf der Zeit hat sie Aktivist_innen aus anderen Selbstorganisationen kennengelernt, hat sich als Mitkämpferin gesehen und sich auch diesen Kämpfen angeschlossen. Llanquiray hat verschiedene Communities, aber als Nicht-Deutsch-Sprachler_in und nicht in Deutschland Sozialisierte fühlt sie sich näher zu Geflüchteten- und Migrannt_innen-Communities. Rassismus begleitet sie ihr ganzes Leben lang – sie hat nicht gewählt, politisch aktiv zu sein, sondern ist in einem sehr krass politischen Kontext aufgewachsen. Gefängnis, Folter und Exil prägen ihre Familiengeschichte. So lernte sie früh, sich zu positionieren, und auch, wie wichtig es ist, solidarisch und organisiert zu sein (© Foto: Llanquiray Painemal).

Im Verlag Yılmaz-Günay erscheint Llanquiray Painemal als Protagonistin in:
ca. November 2020: «Zusammen haben wir eine Chance» (DVD des 2018 uraufgeführten gleichnamigen Dokumentarfilms von Nadiye ÜnsalTijana Vukmirović und Zerrin Güneş).

Andere Veröffentlichungen (Auswahl):
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