Ein bisschen Übersetzungskunst

Im aktuellen Heft 19 des Kultur- und Gesellschaftsmagazins «Freitext» finden sich ein paar literarische Übersetzungen, die ich bereits Anfang des Jahres angefertigt hatte. Hier finden Sie die Anfänge der vier Kurzgeschichten. Die vollständigen Texte finden Sie in der Printausgabe, die Sie auf der Internetseite von «Freitext» bestellen können.
- Karin Karakaşlı: «Der Geduldsstein»
- Güray Süngü: «Der Rosenduft meiner Träume»
- Menekşe Toprak: «Der Brief im Koffer»
- Serkan Türk: «Hitler und die drei Reisenden»
Lehrauftrag an der Evangelischen Hochschule Berlin
Gemeinsam mit Prof. Sebastian Schädler und Çiğdem İnan unterrichte ich ab 3. April 2012 an der Evangelischen Hochschule Berlin den Kurs «Gender [x] Bildung [x] Medien». (Ich unterrichte den Teil «Bildung».) Ich freue mich auf meinen ersten Lehrauftrag an einer Hochschule!
Deutschland schafft «es» ab?
Zusammenschnitt der Debatte anlässlich Martin Zets Kunstprojekt «Deutschland schafft es ab» im Rahmen der Berlin Biennale – organisiert von Krytyka Polityczna (20. Februar 2012, in den Kunstwerken). Ich habe dort die Rosa-Luxemburg-Stiftung vertreten.
Externer Link (Youtube)
Ich hege und pflege Pi!
Seit kurzem bin ich stolzer Pate der Zahl 3,14159 auf der Internetseite des jungen Vereins Zahlpatenschaft e.V. Die Zahlpatenschaft bietet mir die einzigartige Möglichkeit, mich schützend für meine Zahl einzusetzen und meiner tiefen Verbundenheit für sie Ausdruck zu verleihen… Ziel der Aktion ist es, ein Zeichen gegen national-chauvinistische «Sprachpflege»-Initiativen zu setzen.
Hintergrund (Zitat Zahlpatenschaft e.V.):
Das Projekt «Wortpatenschaft» des Vereins für deutsche Sprache vergibt ab 19 € «deutsche» Worte und zum Schutz und zur Pflege der deutschen Sprache. Nicht erst beim zweiten Blick auf die Wortpatenschaft offenbart sich des Pudels Kern: Mit Aufklebern wie «Der Klügere spricht Deutsch» manifestiert sich hier eine nationalistische Strömung, die um eine vermeintlich deutsche kulturelle Identität durch Ausgrenzung ringt. Die Popularität solch irrwitziger «Sprachpflegeprojekte» vor allem auch im bildungsbürgerlichen Gesellschaftsspektrum scheint dabei äußerst bedenkliche Wir
kungen zu entfalten. […] Sprachpflegeprojekte wie die Wortpatenschaft stützen sich auf eine diffuse Angst vor einem angeblichen Verfall der deutschen Sprache. Bemüht wird dabei vor allem die Ablehnung von Anglizismen, welche dafür Sorge trügen, dass Deutsch als solches in absehbarer Zeit nicht mehr existieren werde. Was dahinter steckt, zeigt sich in den sprachlichen Bildern, mit denen diese Angst beschrieben wird: die Reinheit unserer Sprache wird durch Verwässerung bedroht und fällt der Globalisierung, welche in Wahrheit eine Amerikanisierung sei, zum Opfer. Die im Hintergrund der Webseite der Wortpatenschaft heroisch wehende deutsche Flagge offenbart somit den eigentlichen programmatischen Charakter des Projekts: das Wiederauflebenlassen eines vor allem kulturell begründeten Nationalismus.
Wie viel transnationaler und transkultureller sind da Zahlen! Sie sind ein Statement gegen bornierte Kleinstaaterei und für Austausch und Begegnung. Gimmick: Die zu zahlende Gebühr von 15,15 € wird vom Verein für Antidiskriminierungsprojekte gespendet.
Abgeordnetenwatch – ich bin dabei!
Alle Interessierten haben die Möglichkeit, mir und anderen Abgeordnetenhaus-Kandidat_innen ihre Fragen zu stellen, um am 18. September eine informierte Wahl treffen zu können.
Wer eine Frage stellen will, kann einfach diesem Link folgen!
«Sexualpolitik wird zunehmend ethnisiert»
Die «junge Welt» hat ein Interview mit mir geführt zu meinem Beitrag in der Broschüre «Rechtspopulismus in Berlin». Leider ist der Artikel nur für Leute abrufbar, die ein Online-Abo haben. Also vielleicht mal die Print-Ausgabe konsultieren?
«Rechtspopulismus in Berlin»
Das Bündnis «Rechtspopulismus Stoppen» hat heute seine neue Broschüre vorgestellt, in der auch ein kleiner Beitrag von mir drin ist. Verschiedene Mitglieder des Bündnisses wiesen auf die anstehenden Aktivitäten gegen die rechtspopulistischen Parteien «Pro Deutschland» und «Die Freiheit» hin. Es gilt weiter: NULL PROZENT bei den Wahlen im September!
Gegen Diskriminierung – wirksam!
Die Landesantidiskriminierungsstelle hat einen Entwurf für ein Landesantidiskriminierungsgesetz erstellen lassen. Es umfasst neben den im Bundesgesetz genannten Merkmalen vor allem auch die soziale Herkunft und füllt nicht nur in diesem Bereich Lücken, die (bewusst) in Kauf genommen worden waren. Ich freue mich auf die Diskussionen, die Berlin wieder eine Spitzenposition in der Bundesrepublik verschaffen wird.
Die Freund_innen vom Antidiskriminierungsnetzwerk Berlin haben eine Stellungnahme zu diesem Entwurf veröffentlicht, die ich ebenfalls sehr empfehlen kann!
Auftakt für den Widerstand im ganzen Kiez?
Einhundert Menschen bei schönem Wetter auf der Wiese: Mieter_innen aus dem Barbarossa-Kiez, Mitglieder der Initiative zum Erhalt der Barbarossastraße 59 und der Bezirksverband der LINKEN trafen sich, um über den wachsenden Protest der Anwohner_innenschaft rund um den Barbarossaplatz zu sprechen. Die verbliebenen Mieter_innen der Barbarossastraße 59, gegen die HochTief Räumungsklage betreibt, um auf dem Gelände ein Luxus-Projekt zu realisieren, hatten zu einem Solidaritätsfest in ihrem Garten eingeladen. Große Beunruhigung wurde geäußert: Auch in der Schwäbischen Straße 7 zum Beispiel ist ein Abriss und der Neubau von Luxuswohnungen geplant. In Kyffhäuser-, Barbarossa- und Karl-Schrader-Straße finden Sanierungen und Umwandlungen in Eigentumswohnungen bzw. in Ferienwohnungen statt, Mietsteigerungen überall im Kiez. Eine dauerhafte Initiative soll gegründet werden, die sich gegen die vielfältigen «Aufwertungs-» und also Verdrängungsprozesse zur Wehr setzt.
Das werde ich gern unterstützen! Und alle können helfen: Am 17. August 2011 tagt der Stadtplanungsausschuss der Bezirksverordnetenversammlung (17 Uhr, Rathaus Schöneberg), am 31. August soll dann der neue Bebauungsplan für die Barbarossastraße 59 beschlossen werden. SPD und CDU sind dafür – die Grünen wollen ihre bisherige Unterstützung überdenken. Es ist also wahrscheinlich, dass noch vor den Wahlen im September Fakten geschaffen werden. Unterstützen wir die Menschen im Kiez, damit sie da ein Wort mitzureden haben!
Straßenprostitution
80 Menschen aus der unmittelbaren Umgebung werden es gewesen sein, die am Abend in der Senior_innen-Freizeitstätte HUZUR zusammensaßen, um über das Thema Straßenprostitution im Schöneberger Norden zu sprechen. Das Bezirksamt wiederholte penetrant, die Leute sollten die Polizei oder das Ordnungsamt anrufen, wenn sie sich gestört fühlen – egal von was –, während die Vertreter_innen von der CDU sich offensichtlich populistisch auf den Anwohner_innen-Protest draufsetzen wollten (Moral, zahlen Steuern, Kinderschutz, Sicherheit…).
Ich bin sehr froh, dass OLGA (Beratungsstelle) und das Quartiersmanagement zur Stelle waren, um mäßigend in die Debatte einzugreifen. Es ist absolut irre, wie «überrascht» die Bevölkerung auf die Sexarbeiter_innen reagiert. So als wäre es ein Geheimnis gewesen und niemand hätte sie informiert, bevor sie den Mietvertrag unterzeichnet haben. Dabei ist Sexarbeit im Gebiet seit Jahrzehnten ein bekanntes Phänomen. Wer Zeitung liest, fernsieht oder einmal durchs Viertel spaziert, ist im Bilde, egal zu welcher Tageszeit. Eine Anwohnerin zeigt trotzdem stolz ein Video, das sie mit ihrem Mobiltelefon aufgenommen hat; sie möchte beweisen, wie schlimm es in der Gegend ist. Dass es ihre Pflicht gewesen wäre, eine Ambulanz zu rufen, interessiert sie nicht. Sie fragt nur immerzu, warum sich niemand kümmert und wo die Polizei bleibt, wenn sie denn gerufen wird… Die Polizei hätte an dem Tag eine Anzeige wegen unterlassener Hilfeleistung aufnehmen müssen. Denn die ist – anders als Prostitution – strafbar.
Szepansky-Ausstellung
Pressekonferenz, Demo und EmpfangDIE LINKE im Abgeordnetenhaus von Berlin hat mit einem Empfang an das Anwerbeabkommen BRD/Türkei erinnert, das vor 50 Jahren den Beginn der sogenannten «Gastarbeit» eingeleitet hat. Nach einer gemeinsamen Pressekonferenz der Kandidat_innen mit Migrationsvordergrund ging es zur Protestkundgebung nach Kreuzberg, wo die rechtspopulistische Partei «Pro Deutschland» wieder einmal versuchte, sich von der Polizei in ein bezirkliches Rathaus prügeln zu lassen – Ergebnis: 1:0 für Kreuzberg! – und dann ins Abgeordnetenhaus von Berlin, zum Empfang «Gekommen um zu bleiben», wo der Dank an die erste Generation im Vordergrund stand. Fotos hier… t-CSDDer transgeniale CSD. Ich war dort. Ich habe teilgenommen. Ich würde es jederzeit wieder tun. http://transgenialercsd.wordpress.com/
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Eine ausgesprochen interessante Ausstellung mit Werken Wolfgang Szepanskys wurde heute in Gegenwart seiner Tochter eröffnet. Ich war beeindruckt vom Leben und Wirken des aktiven Sozialisten und konsequenten Kriegsgegners, der schon früh auch als Künstler arbeitete. Die Ausstellung ist noch bis Ende September in der «Roten Insel» (Feurigstraße 68) zu sehen (Eintritt frei).
